Wir suchen ständig Flugpaten

Wir suchen während der kompletten Flugsaison tierliebe Flugpaten, die bereit sind einen Hund oder eine Katze von Korfu nach Deutschland zu begleiten!

Flugpatenschaft bedeutet, dass wir auf Ihren Namen einen Hund bei der Airline anmelden. Der Frachtraum für den Hund wird von uns auf Ihren Namen reserviert. Es besteht auch die Möglichkeit zusätzlich zum normalen Handgepäck kleine Hunde oder Katzen in der Kabine zu transportieren. Dies sprechen wir natürlich im Vorfeld mit Ihnen ab, da wir verstehen, dass nicht jeder tierliebe Mensch unbedingt ein ihm unbekanntes Tier in der Kabine transportieren möchte.

Sie können sich auch während Ihres Urlaubes noch zu einer Flugpatenschaft entschließen. Ein kurzer Anruf oder eine SMS mit den notwendigen Daten genügt und wir erledigen alles weitere. Der Flugpate genießt in aller Ruhe seinen Urlaub.

Flugpate und Hund sehen sich erst kurz vorm Checkin am Abflughafen. Es wird ein Zeitpunkt des Treffens ausgemacht. Ein Mitarbeiter der Tierhilfe kommt mit dem Hund in der Box ca. 2 Stunden vor Abflug zum Flughafen und hilft beim Einchecken des Tieres. Dem Flugpaten entstehen KEINE Kosten. Der Flugpate bekommt sämtliche Papiere, Impfausweis, Gesundheitszeugnis ins Handgepäck und fliegt ab. Der Hund fliegt je nach Größe im klimatisierten Laderaum des Flugzeugs oder in der Kabine mit.

Am Zielflughafen holt der Flugpate zunächst sein Gepäck vom Band und dann die Box nebst Hund vom Sperrgepäckschalter ab. Alles zusammen auf den Wagen, am Zoll werden stichprobenartig (aber trotzdem extrem selten) die Papiere des Hundes überprüft und dann kann man den Zollbereich verlassen. Draußen steht IMMER - ich habe noch nie Gegenteiliges gehört - der Übernehmer des Hundes. Dies sind in der Regel wir oder direkt der freudig wartende Adoptant des neuen Familienmitglieds.

Sollten Sie unsicher in Ihrer Entscheidung für eine Flugpatenschaft sein, dürfen Sie uns gerne anrufen. Wir teilen Ihnen gerne Telefonnummern von schon erfahrenen Flugpaten mit.

Bitte schicken Sie die notwendigen Daten per Mail an Friederike Roeseler unter oder per SMS 01590 / 2898598.

Für eine Buchung benötigen wir:

  • Namen aller Reisenden
  • Flughafen
  • Reisedatum
  • Flugnummer
  • Buchungsnummer
  • Name Reiseveranstalter (z.B. Alltours, Neckermann o.ä.)
  • Heimatadresse (die bei der Buchung angegeben wurde)
  • Handynummer (die mit in den Urlaub geht)
  • Mailadresse

Vielen Dank - durch Ihre Flugpatenschaft können Sie Leben retten! Nur durch tierliebe Menschen wird die Ausreise der Hunde in ein besseres Leben erst möglich.

Hier geht es zu unserem Flugpaten-Flyer!

Erfahrungsbericht über eine Flugpatenschaft

Vielleicht trägt dieser Bericht dazu bei, dass sich mehr Leute trauen und sich als Flugpaten zur Verfügung stellen.
Wir waren vom 12. bis 19.04.2003 mal wieder auf Korfu. Auf Andi´s Seite habe ich den Bericht über die Flugpatenschaft für Hunde gelesen und für mich stand eigentlich sofort fest: Das mache ich! Also hab ich mich mit Frau Engelhardt per Mail in Verbindung gesetzt, habe ihr Namen, Ankunftdatum und -uhrzeit in Deutschland, Flugnummer, Gesellschaft, Reiseveranstalter und Buchungsnummer genannt. Noch dazu meine Handynummer, damit sie mich kurzfristig informieren konnte, ob ein Hund mitfliegt oder nicht. Und es flog einer mit!
Zum Ablauf: es hätte nicht besser sein können! Zwei Mitarbeiterinnen auf Korfu haben "Shelley" mit allen notwendigen Papieren in einer Transportbox zum Flufhafen gebracht, dort haben wir uns getroffen und haben zusammen eingecheckt. Alle Formalitäten mit der Fluggesellschaft hat Frau Engelhardt erledigt. Die am Schalter wussten also schon Bescheid, dass ein Tier mit mir mitfliegt. In Hannover angekommen (gelandet um 00.50) konnte "Shelley" noch vor den Koffern an der Sperrgepäckausgabe abgeholt werden. In der Halle wurden wir dann schon von einer Mitarbeiterin erwartet, die den Hund mitsamt der Transportbox in Empfang genommen hat. Man sieht also: es funktioniert alles reibungslos! Wie hat Frau Engelhardt mir geschrieben: "Eine ist auf ihrem Weg ins Glück!" Und ich freue mich, dass ich einen klitzekleinen Teil dazu beitragen konnte. Der Löwenanteil wird von den Mitarbeitern der Tierhilfe Korfu getragen, die alle hervorragende Arbeit leisten! Also: keine Angst! Helft mit und meldet euch als Flupaten!
Vanessa Rothe

Rustys Weg in die Schweiz

Meine Frau Magi stiess beim Sammeln von Informationen für unsere Bikeferien in Korfu auf die Webseite der Tierhilfe Korfu. Aufgrund der nicht nur für Tierfreunde schockierenden Informationen kontaktierte Magi Frau Lux um sich über die Verhaltensweise zu informieren, wenn wir bei unseren Biketouren ins Innere der Insel  einer solchen Situation begegnen. Bei einem dieser Telefonate erfuhr Magi von Frau Lux, dass Rusty aus Marjories Tierheim Kavos für den Transport zu seiner neuen Familie Morf in der Schweiz eine Möglichkeit sucht. Nach kurzer Besprechung war klar, dass wir diese Aufgabe übernehmen.

Die Art des Transportes war jedoch nicht wie üblich mit dem Flugzeug. Aufgrund der Flugangst meiner Frau suchen wir uns jeweils Reiseziele aus, die mit dem Auto und Fähre erreichbar sind. Dafür sind die Ionischen Inseln aufgrund der guten Fährverbindungen ab Venedig/Ancona geradezu ideal. So diskutierten wir schon vor Beginn der Ferien diverse „Probleme“, die eventuell gar nicht auf uns zukommen mussten. Was, wenn Rusty die Auto- und/oder die Schiffsfahrt nicht verträgt ? Die Autofahrt von unserem Ferienort Astrakeri im Nordwesten der Insel und Kavos im Süden dauert rund 2 Stunden….und dann nochmals eine Stunde nach Kerkyra zur Fähre…Was, wenn unser Vermieter des Ferienhauses die Unterbringung von Rusty nicht erlaubt, auch wenn es nur für eine Nacht ist? Was solls, wir versuchen es und so informierten wir auch Frau Lux und Frau Morf.

Nach unserer Ankunft in Korfu kontaktierten wir am 22.05. Marjorie und vereinbarten einen Besuch im Tierheim  für Sonntag, 24.05.  Das war ein Erlebnis, welches Magi und ich sicher nicht mehr vergessen werden und auch nicht vergessen wollen. Dutzende Hunde kamen auf uns zu, begrüssten und beschnupperten uns, aber bei keinem, ob innerhalb oder ausserhalb, der einzelnen, platzmässig grosszügigen Gehege, stellten wir irgendeine Bösartigkeit fest. Doch wo ist Rusty ? Marjorie führte uns zu ihm und er sowie seine beiden MitbewohnerInnen des Geheges begrüssten uns ebenfalls voller Freude.

Marjorie nahm Rusty an die Leine und wir gingen mit ihm ausserhalb des Geländes zu einem kurzen Spaziergang zum gegenseitigem Kennenlernen.  Dank dem gutmütigen Charakter von Rusty klappte dies bereits sehr gut und sogar Marjorie war erstaunt darüber.  Rusty wieder zurück ins Gehege zu führen und auf den kommenden Freitag zu vertrösten tat uns grausam weh und Rusty verzog sich in den hinteren Teil des Geheges, wo er  von seinen Artgenossen getröstet wurde. So kam es uns auf jeden Fall vor…Doch es ging ja „nur noch 5 Tage“ bis zum 29.05…..

Bis dahin verging kein Tag und keine Nacht ohne Gedanken an Rusty…

An diesem 29.05. parkierten wir unseren Wagen vor dem Tierheim und was kam uns entgegen ? Drei kleine vierfarbige Katzen, die wohl jemand vor dem Tierheim deponiert hatte, nachdem die Mutter der Kleinen nicht mehr selber „für das Futter“ sorgte… Aber auch diese drei Geschöpfe wurden von Anne und Marjorie in Empfang genommen und dürfen von der Fürsorge der Beiden profitieren.

Nun war jedoch Rusty an der Reihe. Zuerst wollten wir die Box in unseren Kombi verfrachten, aber die Box war zu gross für unser Auto. Marjorie ärgerte sich, aber eine kleinere war nicht vorhanden und das Geld zum eine Passende noch zu kaufen, ebenfalls nicht. So musste Rusty auf der hinteren Ladefläche Platz nehmen. Freiwillig stieg er jedoch nicht ins Auto, mit ein bisschen Nachhilfe schafften wir auch dieses Problem. Wie wird er sich wohl  während der Fahrt verhalten ? Am Anfang noch etwas nervös und unruhig, mit der Zeit jedoch schaute er jedoch mehr oder wenig ruhig hinaus und machte dann „Platz“. Für den Transport am Samstag zur Fähre und und am Sonntag in die Schweiz entschlossen wir uns, ihn auf dem Rücksitz zu platzieren, da er damit durch die Rückenlehne auch besser fixiert war. Mit entsprechenden Decken haben wir uns zum voraus zu Hause eingedeckt. Nach Ankunft in unserem Ferienhaus gab es erst mal eine „Fellkosmetik“ mit der vor Ort gekauften Bürste und wir mussten die Bürste wohl 4-5 mal leeren und Rusty machte dies alles ohne Knurren oder Ausweichmanöver mit..In der Zwischenzeit waren auf Distanz auch unsere beiden Ferienkatzen aufgetaucht und warteten auf ihr Fressen. Rusty blieb auch in der Situation ruhig und schaute sich die ganze Sache erst mal ruhig an. Die beiden Katzen gehören dem Besitzer des Ferienhauses und sind auch ausserhalb der Saison gut versorgt und aufgehoben.

Samstagmorgen um 04.30h ging es los zum Hafen Kerkyra und auf die Fähre nach Venedig. So lungerten wir drei den ganzen Tag auf den Decks herum und Rusty machte sich viele Freunde unter den Passagieren. Besonders bei 4 Motorradfahrern aus dem Südtirol und einer Familie aus England mit 2 kleinen Kindern, die sich riesig freuten, Rusty zu Umarmen und zu streicheln. Es ist einfach erstaunlich, wie sanft und gutmütig sich Rusty verhielt.

Was er jedoch gar nicht gerne hat, ist alleine zu sein und dies stellten wir fest, als wir zum Abendessen gehen wollten und er in seiner Box auf dem „Hundedeck“ sein sollte. Kaum drinnen und abgeschlossen, begann er zu winseln und bellen. Wir entfernten uns für rund 15 Minuten und dachten, dass er sich beruhigen würde, aber weit gefehlt, es tönte noch genau gleich wie zu Beginn. Was tun? Augen und Ohren zu und „a la carte“ essen gehen oder Selfservice-Menü holen und Rusty in die Kabine schmuggeln? Meine Frau und ich schauten uns kurz an und wussten was wir zu tun hatten. Zum Glück besass unsere Kabine ein Fenster, so konnten wir die Abendstimmung doch noch geniessen. Rusty schlief auf der Decke zwischen den beiden Betten besser als wir in unseren Betten.

Morgens um 06.00h Ankunft in Venedig und zum ersten Mal Zollkontrolle aber kein Problem, die Zöllner interessierten sich mehr für unsere beiden „Fully-Mountainbikes“ auf dem Dach als für den Inhalt im Auto…Dann 6 Stunden Fahrt mit diversen Halten bis zur Schweizer Grenze. Wegen Stau vor der Autobahn-Grenzstelle Chiasso fuhr ich bei der Ausfahrt Como ab der Autobahn und benutzte den kleineren Grenzposten Chiasso auf der normalen Strasse. Auch hier, kurzer Blick zu unseren Bikes und durch waren wir. Auf der ganzen Fahrt mussten wir keine Ausweise und auch nicht die Papiere von Rusty zeigen. Obwohl alles vorhanden und korrekt war, ist das Reisen ohne „lästige“ Fragen und Kontrollen doch angenehmer. Dann nochmals Stau vor dem Gotthardtunnel…, also über den Pass und Rusty beschnupperte bei einem Halt auf dem Hospiz auf 2091m über Meer zum ersten Mal Schnee..

Eine Stunde vor der vermutlichen Ankunft bei uns zu Hause informierten wir Familie Morf und ich bin sicher, dass Frau Morf schon den ganzen Tag mit Sehnsucht und Nervosität auf dieses Telefon gewartet hat, obwohl sie via SMS immer informiert war, wo wir waren und wie es Rusty ging. Auf jeden Fall traf sie zusammen mit ihrer Tochter und ihrem Mann kurz nach uns an unserem Wohnort ein. Nun kam für uns der wohl traurigste Moment der ganzen Reise. Es hiess Abschied nehmen von Rusty, der  in den letzten drei Tagen zu einem lieb gewonnenen Freund wurde und uns so viel Freude bereitet hatte. Was uns über die schmerzliche Trennung hinweg hilft, ist die Tatsche, dass wir wissen, Rusty ist an einem der schönsten Plätze und bei einer Familie, die er sich wünschen kann. Zum Glück hat uns nach der Abfahrt von Rusty niemand gesehen……Aber trotzdem würden wir bei einer entsprechenden Möglichkeit sofort wieder zusagen, wenn wir einem Hund damit zu einem Platz bei einer tierliebenden Familie verhelfen können. Für uns waren dies durch das persönliche Kennenlernen von Marjorie, ihrem Team und ihren Hunden, Familie Morf und vor allem Rusty, die schönsten und intensivsten Ferien, die wir erleben durften.

Ach ja,  zum Schluss möchte ich noch erwähnen: Korfu ist trotz des „Tierproblems“ eine wunderschöne Insel mit sehr gastfreundlichen Leuten und wir haben bei unseren Biketouren abseits der Touristenorte auf Nebenstrassen und Feldwegen sehr schöne Gegenden und stets freundliche Leute kennen gelernt. Die Insel wird uns auf jeden Fall wieder sehen…..!