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Esel in Korfu

Wir würden gerne Paten für Esel in Korfu finden und natürlich auch Sponsoren oder Spender. Judy Quinn (eine Engländerin die in Korfu lebt) leitet dieses Projekt. Judy ist auf jegliche Hilfe angewiesen, es gibt keine Unterstützung deshalb möchten wir sie bitten z.b. eine Patenschaft für einen Esel zu übernehmen, auch jede Spende ist herzlich willkommen.

Bitte sehen Sie auf Judys Homepage:

http://www.corfu-donkeys.com/

Dort finden Sie auch aktuelle Nachrichten, Kontaktdaten und Spendenkonto-Nummer.
Allerdings in Englisch! Auch jede Korrespondenz mit Judy muss in Englisch geführt werden.


Die Qualen der Esel, die sich selbst dem Leben auf Korfu ausgesetzt sind

AFRA
Im November wurde ich gefragt, ob ich einem griechischen Metzger helfen könnte, der einen Esel hat, den er `so gern hat`. Er erzählte mir, dass der Esel am Vortag umgefallen sei, als er sich mit seinen Füßen im Haltestrick verheddert hat. Alle Versuche, den Esel wieder aufzustellen, seien fehlgeschlagen.

Ich war schockiert von der Szene, die sich mir bot. Der Esel war sehr groß und hatte sich sehr lange bemüht wieder auf die Beine zu kommen. Dadurch hatte er schreckliche Wunden an seiner Hüfte, an seinen Schulterknochen und an über dem Auge.
Dort waren keine Haare mehr und die Haut war wie roh. Dann sah ich zu meinem Grauen eine großflächige Wunde am Hüftgelenk, die voll mit Maden war, Tausende von Maden. Ich habe sofort Rachel angerufen, eine gute Freundin, die sich auch mit Pferden auskennt.

Wir haben versucht was wir konnten, um den Esel gemeinsam mit seinem Besitzer wieder auf die Füße zu stellen. Erfolglos. Arme Afra, er hat es wirklich versucht, er wollte wieder aufstehen, aber er war zu groß und zu schwer für uns, um ihm dabei ausreichend helfen zu können.
Selbst wenn er es geschafft hätte, wir hatten große Zweifel, dass er sich in seinem Zustand auf den Beinen halten könnte. Es war offensichtlich, dass dieser Esel schon sehr, sehr lange leiden musste, lange bevor er angeblich aus `heiterem Himmel` umgefallen war.
Wir entdeckten noch zwei weitere große Bereiche, die voll mit Maden waren. Afra wurde bei lebendigem Leib aufgefressen. Dann wurde es schon so spät, dass es dunkel wurde, und der Esel lag in einem Feld weitab von Strom und Licht. Ich rief 3 Tierärzte an, einer war nicht in der Stadt bis spät in die Nacht, ein anderer sagte, er könne nicht einen Esel in der Dunkelheit behandeln und der letzte sagte, dass ich ihn doch bitte am nächsten Morgen gegen 11Uhr anrufen soll.

Es war eine sehr kalte Nacht, so war es das beste, Afra auf eine Unterlage zu rollen und ihn gut zuzudecken. Wir mussten bis zum nächsten Morgen abwarten und ihn alleine dort zurücklassen. Vorher gaben wir ihm noch eine Spritze mit einem Schmerzmittel, um ihm die schreckliche und schmerzhafte Situation wenigstens etwas zu erleichtern.

Direkt am nächsten Morgen fuhr ich wieder zu Afra, der Besitzer war nicht zu sehen.
Hunderte von Fliegen schwirrten um Afra und saßen auf ihm, begannen an der Haut zu fressen und so neue Wunden zu machen. Wir waren uns einig, dass dieser Esel in unserer Welt gerettet werden könnte, nicht jedoch Korfu, hier war es unmöglich.

Ich rief einen Tierarzt an und den Besitzer. Wir waren uns alle einig, dass es das beste war, Afra dort und sofort einzuschläfern, um ihm weitere Qualen zu ersparen.
Dino ( ein Tierarzt?) gab Afra die erlösende Spritze und er schlief leise ein.

Der Esel, der zum Sterben zurückgelassen wurde

Marjorie bekam einen Anruf, einem Esel zu helfen. Ich fuhr dahin, um mir ein Bild zu machen. Die Geschichte war folgende: Dem Esel ging es nicht gut und so rief der Besitzer den Amtsveterinär, der feststellte, dass der Esel einen Tumor am Widerrist hat. Daraufhin brachte der Besitzer den Esel an einen ruhigen Platz fernab, wo er angebunden zurückließ, weil er ihn dort auch direkt vergraben wollte.

Dann ging er, um den Esel dort sterben zu lassen.

10 Tage ließ er ihn so da liegen. Dann sagte die Nichte des Besitzers ihrer Tante, dass Marjorie vielleicht helfen könnte. Aber als wir bei dem armen Tier ankamen, war es schon zu spät. Der Esel war durchgefroeren, entkräftet und steif und hatte eine Lungenentzündung. Wir konnten nur noch den Tierarzt rufen und ihn von seinem Leid erlösen.
Weiter Erschreckende Einblicke in den Überlebenskampf den sich die Esel auf Korfu liefern

Ein Esel, der an einem mit Maden verseuchten Huf stirbt

Ich wurde gefragt, ob ich dem Besitzer mit seinem Esel helfen könnte. Er hatte eine sehr schlimme Infektion am Fuß und der Huf war voll mit Hunderten von Maden.

Ich habe eine Stunde damit verbracht, um die Maden aus dem Huf zu holen und mich um den Esel zu kümmern. Dann sagte mir dieser Mann, dass er möchte, dass ich ihm den Esel für 100€ abkaufe. Ich kann den Esel nicht kaufen.

Ich sagte dem Besitzer, dass der Esel unbehandelt bald sterben wird. Betrübt musste ich den Esel seinem Schicksal überlassen. Ich war so traurig, aber was sollte ich tun? Ich kann nicht jeden kranken Esel kaufen.
Esel im Heim, und es gibt auch Herzen für Esel!

Einige der 22 Esel, die ich zur Zeit habe wie sie friedlich und glücklich in der Sonne grasen.
weitere zufriedene Esel...
Hope

Hope ist der erste Esel, den ich mit Marjorie gerettet habe. Mit ihr begann alles.
Sie ist eine der Glücklichen, die jetzt in England bei Lady Anne Herries lebt. Dort habe ich sie letzten November besucht.
Metoo

Metoo fand ich mit dieser furchtbaren Wunde an den Beinen, wo sie wohl jahrelang angebunden war. Die Hufe waren unglaublich lang und machten schon eine Rolle.

Ich habe sie mit zu unseren anderen Eseln genommen. Wie man auf dem neuen Foto sehen kann, geht es ihr jetzt viel besser, sie ist gesund und glücklich.
Plato

Diesen Esel habe ich im Sommer gefunden. Sie war herrenlos. Wir schätzten sie auf ca 40Jahre. Sie war absolut unterernährt und so durstig, dass sie aus dreckigen Pfützen trank. Sie hatte ein großes Problem, denn auch bedingt durch ihr Alter hatte sie Problem die Nahrung richtig zu verdauen und so zu Kräften zu kommen. Sie war 2 glückliche Wochen bei uns, in denen sie sich einem anderen Esel anschloß. In dieser Zeit wirkte sie sehr glücklich und zufrieden. Aber dann eines Morgens sah ich, dass sie umgefallen war und sich erfolglos bemüht hatte wieder aufzustehen.

Am Abend starb sie. Ich denke sie hatte 2 Wochen bei uns eine schöne Zeit mit viel Freundlichkeit und Wärme, ehe sie von uns ging.
Shadow

Shadow habe ich ausgesetzt in einem Garten in Lefkimi gefunden. Sie war so schwach und ihre Hufe waren so schrecklich lang, dass sie nicht mehr aufstehen konnte. Jetzt ist sie bei uns und sie wird jeden Tag ein wenig stärker und kräftiger. Gelegentlich braucht sie Hilfe um Aufzustehen, aber wenn sie erst einmal steht, ist sie ein Esel mit Charakter, der es nicht zulässt, das ihn seine kleinen Gebrechen das tägliche Leben schwer machen. Sie ist immer die Erste, wenn es ums Futter geht. Sie ist ein sehr anhänglicher Esel, immer dankbar für ein wenig Zuwendung.


Gestern früh erblickte ein kleines Eselmädchen das Licht der Welt . Judy , die Tierschützerin auf Korfu , hat natürlich nicht vor kleine Eselchen zu züchten...

Keiner kann sich erklären wie das passiert sein kann- alle männlichen Esel auf dem Gnadenhof sind kastriert, Mama Jade is seit 2 Jahren dort...

Irgendeiner der Männer hat wohl noch ein verstecktes Reservoi irgendwo;-) Es werden nun alle getestet ( Hormonstatus wird bestimmt) damit der "Übeltäter" gefunden wird und das nicht nochmals passiert...

Nun ja, vor 4 Wochen bemerkte Judy wie die liebe Jade plötzlich sehr dick wurde und setzte sie auf Diät, denn an Nachwuchs dachte keiner;-) Doch als das nicht half war klar dass sie trächtig sein musste...

Am 9.6.07 umd 6 Uhr früh kam dann die kleine Eseldame auf die Welt:

Jetzt wird fieberhaft nach einem Namen gesucht für die kleine Schönheit;) Dieses kleine Eselchen wird der erste Esel auf Korfu sein der das Leben nur von der schönen Seite kennenlernen wird...und vermutlich auch der letzte.

Sie wird nicht gequält werden, nicht geschlagen und nicht an einen Baum gebunden werden wenn sie zu alt und krank zum arbeiten wird...um elendig zu verhungern und zu verdursten.

Sie wird in der Herde herumtollen dürfen und sich des Lebens freuen!!!

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